Wolter contra Droste

GP
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Wolter contra Droste

Beitragvon GP » 29 Jan 2006 23:14

Ralf Wolter scheint das Achtelfinale gegen Halver letzten Sonntag gewonnen zu haben und trifft jetzt in der nächsten Runde auf den in diesen Kreisen nicht minder diskutierten Wiglaf Droste. Orte des Geschehens aktuell 3 sat (jetzt) und das WDR-Fernsehen (auch jetzt), namentlich auch unter "Der Alte" und "Zimmer frei" (mit Götz Alsmann) geläufig. Wolter wird dabei unterstützt von Siegmar Schneider, der nicht nur James Stewart die Stimme lieh, sondern auch Tobias Preisegott Burton im aktuellen Europa-Hörspiel.

Näheres:

22:50 Uhr

Der Alte

Krimireihe mit Siegfried Lowitz
Der Pelikan

Erwin Köster Siegfried Lowitz
Gerd Heymann Michael Ande
Millinger Henning Schlüter
Sarah Deller Rosemarie Fendel
Mano Deller Christian Berkel
Hermann Deller Siegmar Schneider
Elmar Dieter Schidor
Röschen Gustl Halenke
Katrin Eva Ingeborg Scholz
Anna Gautier Xenia Pörtner
Kriegl Ralf Wolter
Huberin Erni Singerl

Regie: Johannes Schaaf


Es ist schon dunkel, als Hauptkommissar Erwin Köster an diesem Abend nach Hause geht. Als er einen Kanal passiert, sieht er in einiger Entfernung eine Frau, die offensichtlich dabei ist, Vorbereitungen für ihren Selbstmord zu treffen. Sofort eilt Köster zu ihr, doch als die Frau ihn wahrnimmt, springt sie in panischer Angst ins Wasser. Köster springt hinterher und kann sie retten. Er versucht, sie nach ihren Motiven zu befragen, erhält jedoch nur vage Antworten. Wenigstens ihren Namen und Beruf verrät die Dame: Sarah Deller ist Schauspielerin.

...und nun die Daten zum Herausforderer:

Westfalian Alien

Für die einen ist er der „Tucholsky von heute“, für die anderen ein „Verbalterrorist“ oder „satirischer Amokläufer“: Wiglaf Droste. Unbestritten ist, dass der Autor und Musiker mit seinen Artikeln, Büchern und CDs sich längst den soliden Ruf erworben hat, einer der scharfzüngigsten und polemischsten Wortarbeiter Deutschlands zu sein. Das bleibt natürlich nicht immer folgenlos, oft genug begleiten Schadensersatzprozesse seine Veröffentlichungen. Ein guter Satiriker gehöre regelmäßig verklagt, so Droste: „In den letzten Jahren hat es mich tatsächlich öfter mal getroffen. Die Devise lautet: Ein Gentleman verklagt niemals, er wird allenfalls verklagt.“

Mit diesem Credo zieht Droste seit Anfang der 90er Jahre als lesereisender Autor durch die Lande und präsentiert Werke wie „Zen-Buddhismus und Zellulitis“, „Bombardiert Belgien!“ oder „Wir sägen uns die Beine ab und sehen aus wie Gregor Gysi“. Und er geht als singender Satiriker mit der Gruppe „Spardosenterzett“ auf Tournee. Die letzte CD trägt den Titel „Westfalian Alien“, obwohl der gebürtige Herforder seit über zwanzig Jahren in Berlin wohnt. Aber die innere Provinz sei immer geblieben: „Bei mir hat sich aus gutem Grund ein allgemeines Gefühl der Fremdheit entwickelt – das Gefühl, nicht wirklich dazu zu gehören, ohne direkt ausgeschlossen zu sein. Und das spüre ich in der Provinz noch viel stärker, das Gefühl ein Alien zu sein.“

Wir hoffen nicht, dass Wiglaf Droste am Sonntag (29. Januar 2006, 23.00 Uhr, WDR Fernsehen) auch in der „Zimmer frei!“-WG vom Gefühl der Fremdheit übermannt wird. Ob er allerdings wirklich „dazu gehört“ entscheidet wie immer das Studio-Publikum.

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