Wenn es Neuverfilmungen gäbe...

Antworten
Nachricht
Autor
Pitt Holbers
Beiträge: 9
Registriert: 11. Mär 2020, 10:24

Wenn es Neuverfilmungen gäbe...

#1 Beitrag von Pitt Holbers » 8. Apr 2020, 12:01

Ich bin mit den Winnetou - Filmen aus den 60er Jahren groß geworden und schätze sie noch heute. Es wäre aber schön, wenn es Neuverfilmungen (oder eine TV Serie ähnlich wie Kara Ben Nemsi Effendi) geben würde, die sich enger an der Buchvorlage halten würden. Wahrscheinlich wird das nie passieren, aber man kann ja ein bisschen träumen.

Der Schatz im Silbersee - war einer der besten Filme. Doch fehlten wichtige Personen wie Old Firehand und einige Episoden. Vor allem der Beginn auf dem Raddampfer und die Eisenbahnfalle am Eagle Tail.

Winntetou I - war ebenfalls sehr gut. Es fehlten aber Personen wie Rattler und Ereignisse, wie z.B. der Kampf mit dem Grizzlybären oder der Zweikampf mit Tangua.

Winnetou II - der Film war gut, enthielt aber nur noch wenig aus dem Buch. Lediglich den Ölbrand von New Venango. Es wurde eine eigene Geschichte von Ribanna erzählt. An sich keine schlechte Idee, wenn man sich an die Vorlage gehalten hätte. Das Buch beinhaltet zwei Geschichten. Die vom alten Scout und die von Old Firehand und Parranoh, dem weißen Häuptling. Alles zu verfilmen, könnte höchstens in einer TV Serie umzusetzen sein. Ansonsten wäre die Old Firehand Handlung vorzuziehen.

Winnetou III - ich denke da muss man nicht viel sagen. Da gab es überhaupt keinen Bezug zum Buch. Eine Neuverfilmung könnte an dem Überfall der Railtroublers anknüpfen.

Unter Geiern - der Film war gut, handelt aber nur vom zweiten Teil des Buches "Der Geist des Llano Estacado", allerdings ohne Geist und ohne Wüste. Eine Neuverfilmung könnte in zwei Teilen beide Romanteile beinhalten.

Der Ölprinz - war kein schlechter Film, er enthält wenigstens mehrere Handlungsstränge aus dem Buch, wenn auch frei erzählt.

Die Filme "Old Surehand", "Winnetou und das Halbblut Apanatschi", "Winnetou und sein Freund Old Firehand", "Old Shatterhand ", "Winnetou und Old Shatterhand im Tal der Toten" haben wenig oder gar nichts mit den Büchern zu tun.
Neuverfilmungen von "Old Surehand", "Halbblut bzw. "Der schwarze Mustang" und "Im Tal des Todes" wären daher wünschenswert.

Dann gibt es noch andere Bände, die man verfilmen könnte, wie "Weihnacht" und "Satan und Ischariot".

Der Ölprinz
Beiträge: 142
Registriert: 31. Mär 2015, 16:04
Wohnort: Erzgebirge

Re: Wenn es Neuverfilmungen gäbe...

#2 Beitrag von Der Ölprinz » 8. Apr 2020, 22:45

Pitt Holbers hat geschrieben:
8. Apr 2020, 12:01
Es wäre aber schön, wenn es Neuverfilmungen (oder eine TV Serie ähnlich wie Kara Ben Nemsi Effendi) geben würde
Hallo, am besten für eine (zugegeben lange😊) Serie, würden sich meiner Meinung nach die sogenannten Jugenderzählungen (im wilden Westen) und vielleicht noch Old Surehand eignen. Das Ganze eingerahmt von Winnetou 1 und 3.

Gruß
Der Ölprniz

Pitt Holbers
Beiträge: 9
Registriert: 11. Mär 2020, 10:24

Re: Wenn es Neuverfilmungen gäbe...

#3 Beitrag von Pitt Holbers » 9. Apr 2020, 14:16

Naja, andere Serien wie z.B. die "Lindenstraße" haben auch sehr viele Folgen. Der Vorteil einer Serie ist, dass man sich beim Drehen auf den jeweiligen Teil voll konzentrieren kann ohne auf das Ende zu sehen.

Gruß
Pitt Holbers

Nat Bumppo
Beiträge: 15
Registriert: 27. Jan 2011, 10:05

Re: Wenn es Neuverfilmungen gäbe...

#4 Beitrag von Nat Bumppo » 9. Apr 2020, 15:07

Mehr als träumen darf man wohl von Neuverfilmungen der Reiseerzählungen nicht. Falls doch, sollte man um Vergleiche mit den Filmen der 60er Jahre zu vermeiden eher auf noch nicht verfilmte Stoffe zurückgreifen, wie etwa die „Mahdi-Trilogie” oder die „Satan und Ischariot-Trilogie”. Auch eine buchnahe Verfilmung der „Old Surehand-Geschichte” schiene möglich. Dabei sollte die Betonung auf „buchnah” liegen, etwa wie bei den „Harry Potter-” oder den „Herr der Ringe-Filmen”. RTL versuchte es mit einem realistischen Ansatz, der aus Mays eher märchenhaften oder zumindest fantastischen Erzählungen gewöhnliche Westernstories ohne romantischen oder moralischen Hintergrund machte. Erwacht aus dem Traum muss man aber akzeptieren, dass derzeit kaum jemand das Risiko einer May-Verfilmung einginge. Hier bräuchte man schon einen Peter Jackson der Karl-May-Szene.
Was ich mir indes sehr gut vorstellen könnte, wäre eine Fernsehserie zu Mays Kolportageroman „Der Weg zum Glück”. Die bayerischen Berge sind als Location in verschiedensten Serien bewährt, die episodenhafte Handlung des Romans wäre für einzelne Folgen ideal und die Mischung aus Kriminal- und Liebesgeschichten verspricht Unterhaltung für ein breites Publikum. Verbindender Charakter wäre natürlich der verschmitzte Wurz’nsepp, für den mir immer Schauspieler wie Ludwig Schmidt-Wildy („Königlich-Bayerisches Amtsgericht”) oder Lukas Ammann („Die Fallers”) vorschwebten.

Pitt Holbers
Beiträge: 9
Registriert: 11. Mär 2020, 10:24

Re: Wenn es Neuverfilmungen gäbe...

#5 Beitrag von Pitt Holbers » 9. Apr 2020, 16:12

Diese unbekannten Werke von May wären auf jeden Fall interessant und könnten in einem Film gut umgesetzt werden. Die DDR hatte eine gute Verfilmung des Buschgespensts herausgebracht. Ich weiß aber nicht wie gut er beim damaligen Publikum angekommen ist.

Der Ölprinz
Beiträge: 142
Registriert: 31. Mär 2015, 16:04
Wohnort: Erzgebirge

Re: Wenn es Neuverfilmungen gäbe...

#6 Beitrag von Der Ölprinz » 9. Apr 2020, 18:23

Hallo, zumindest in der DDR kam das Buschgespenst gut an. Aber jetzt ist eben eine andere Zeit. Wer weiß...

Die Idee mit "dem Weg zum Glück" ist wirklich gut. Soweit hatte ich gar nicht gedacht....

Stefan T.
Beiträge: 23
Registriert: 29. Jul 2016, 16:57

Re: Wenn es Neuverfilmungen gäbe...

#7 Beitrag von Stefan T. » 12. Apr 2020, 20:04

Also ich glaube, dass man nach dem RTL-Desaster von einer wie auch immer gearteten Neuverfilmung eines Winnetou-Stoffes Abstand nehmen sollte...
Interessant hingegen wäre eventuell eine Verfilmung des Waldröschens; jedoch in der Bearbeitung des Karl-May-Verlages.
Allerdings sollte man deutlich mehr modernen Humor in den Stoff einarbeiten.
Ich stelle mir das ganz reizvoll vor...

Rene Grießbach
Beiträge: 191
Registriert: 24. Nov 2008, 20:52
Wohnort: Dresden

Re: Wenn es Neuverfilmungen gäbe...

#8 Beitrag von Rene Grießbach » 16. Apr 2020, 16:02

Der Ölprinz hat geschrieben:
9. Apr 2020, 18:23
Hallo, zumindest in der DDR kam das Buschgespenst gut an. Aber jetzt ist eben eine andere Zeit. Wer weiß...
Ja, der Film war in der DDR sehr erfolgreich und in den letzten 30 Jahren seit der Wende habe ich auch mit diversen Leuten aus dem "Westen" über den Film gesprochen. Auch die fanden bzw finden die Verfilmung ausgesprochen gut. Nach wie vor.
Es gibt zudem einige (einschließlich ich) , die "Das Buschgespenst" in eine Reihe mit den besten Karl-May-Verfilmungen der 1960er Jahre stellen.

Rehkitz
Beiträge: 335
Registriert: 4. Jan 2006, 15:10

Re: Wenn es Neuverfilmungen gäbe...

#9 Beitrag von Rehkitz » 17. Apr 2020, 12:05

Ich mag ja auch die "Präriejäger in Mexiko".

Der Ölprinz
Beiträge: 142
Registriert: 31. Mär 2015, 16:04
Wohnort: Erzgebirge

Re: Wenn es Neuverfilmungen gäbe...

#10 Beitrag von Der Ölprinz » 19. Apr 2020, 19:06

Hallo,
@Rene Griesbach
Ja, zusammen mit der Serie Kara ben Nemsi Effendi gehört es meiner Meinung nach zu den absolut besten Verfilmungen.

@Rehkitz
Ich nicht...

Antworten