Bad Segeberg 2019: ''Unter Geiern - Der Sohn des Bärenjägers''

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Bad Segeberg 2019: ''Unter Geiern - Der Sohn des Bärenjägers''

Beitragvon Winnetoukarlmay2016 » 14 Jun 2018 20:14

Die Karl May Spiele in Bad Segeberg zeigen im nächsten Jahr das neue Abenteuer ''Unter Geiern - Der Sohn des Bärenjägers''., dass zuletzt in der Saison 2004 auf dem Programm stand. Gespielt wird vom 29. Juni bis zum 8. September 2019.

HGS
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Re: Bad Segeberg 2019: ''Unter Geiern - Der Sohn des Bärenjägers''

Beitragvon HGS » 14 Jun 2018 22:58

Jo. Das haben die WWR heute gepostet.
Bärenjäger. Ganz fein.

Winnetoukarlmay2016
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Re: Bad Segeberg 2019: ''Unter Geiern - Der Sohn des Bärenjägers''

Beitragvon Winnetoukarlmay2016 » 02 Sep 2018 18:05

Jan Sosniok ist 2019 nicht mehr als Winnetou am Kalkberg dabei, wie die Spiele heute nach Bekanntgabe der Zuschauerzahl bekanntgab. Es wird einen neuen Winnetou geben. Damit wird die nächste Saison spannender. Wer wird sein Nachfolger?

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Re: Bad Segeberg 2019: ''Unter Geiern - Der Sohn des Bärenjägers''

Beitragvon Julhecht » 02 Sep 2018 20:26

Sehr schade, mit Gojko der beste Winnetou der je am Kalkberg war. Ich denke man wird mehrere Schauspieler haben zwischen denen die Wahl fallen wird. Mein Topkandidat wäre in dem Fall Benjamin Sadler.

Winnetoukarlmay2016
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Re: Bad Segeberg 2019: ''Unter Geiern - Der Sohn des Bärenjägers''

Beitragvon Winnetoukarlmay2016 » 02 Sep 2018 21:17

Vorabinhaltsangabe 2019:

Mitten in den Jagdgründen des roten Mannes liegt die Farm des Bärenjägers. Er ist ein Freund aller Roten – doch ein heftiger Sturm zieht am Horizont auf. Der Schwere Mokassin, der mächtige Häuptling der Sioux-Ogellallah, schwingt unbarmherzig den Tomahawk des Krieges gegen alle Bleichgesichter. Bald schwebt der Geier über der Prärie, der Vogel des Todes. Als der Bärenjäger in die Hände der Sioux-Ogellallah fällt, scheint sein Schicksal besiegelt. Die Krieger ziehen hinauf in die Berge, wo in einer mystischen Welt über den Wolken eine sagenumwobene Stadt liegen soll – das vergessene Reich eines verschwundenen Volkes. Der Bärenjäger wäre verloren, gäbe es da nicht zwei Männer, die sich an die Fährte der Entführer heften: der legendäre Apachenhäuptling Winnetou und sein weißer Blutsbruder Old Shatterhand. An ihrer Seite reitet Martin Baumann, der Sohn des Bärenjägers…

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Re: Bad Segeberg 2019: ''Unter Geiern - Der Sohn des Bärenjägers''

Beitragvon Shatterhand24 » 11 Sep 2018 11:13

Winnetoukarlmay2016 hat geschrieben:Vorabinhaltsangabe 2019:

Mitten in den Jagdgründen des roten Mannes liegt die Farm des Bärenjägers. Er ist ein Freund aller Roten – doch ein heftiger Sturm zieht am Horizont auf. Der Schwere Mokassin, der mächtige Häuptling der Sioux-Ogellallah, schwingt unbarmherzig den Tomahawk des Krieges gegen alle Bleichgesichter. Bald schwebt der Geier über der Prärie, der Vogel des Todes. Als der Bärenjäger in die Hände der Sioux-Ogellallah fällt, scheint sein Schicksal besiegelt. Die Krieger ziehen hinauf in die Berge, wo in einer mystischen Welt über den Wolken eine sagenumwobene Stadt liegen soll – das vergessene Reich eines verschwundenen Volkes. Der Bärenjäger wäre verloren, gäbe es da nicht zwei Männer, die sich an die Fährte der Entführer heften: der legendäre Apachenhäuptling Winnetou und sein weißer Blutsbruder Old Shatterhand. An ihrer Seite reitet Martin Baumann, der Sohn des Bärenjägers…

Was vermutet Ihr, hat es mit der Stadt über den Wolken auf sich?

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Re: Bad Segeberg 2019: ''Unter Geiern - Der Sohn des Bärenjägers''

Beitragvon Al-No » 11 Sep 2018 13:38

Das erweckt bei mir eine Assoziation mit Macchu Picchu.
Aber so etwas in Wyoming? Zumindest überrascht Stamp hiermit. Wokadeh ist dann vielleicht ein Abkömmling des mystischen Volkes.

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Re: Bad Segeberg 2019: ''Unter Geiern - Der Sohn des Bärenjägers''

Beitragvon Winnetoukarlmay2016 » 11 Sep 2018 13:59

Es könnte auch so sein:

Wokadeh ist der letzte der Mandan, die ausgestorben sein sollen bis und von einer Krankheit des Weissen Mannes vernichtet wurden. Doch was er nicht weiss dass sich die letzten Überlebenden in eine geheimnisvolle Stadt retten konnten und mit Hilfe eines Schamanen und dessen Heilzauber über lebt haben. Als Wokadeh davon hört, macht er sich auf die Suche nach den letzten seiner Stammesbrüder.

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Re: Bad Segeberg 2019: ''Unter Geiern - Der Sohn des Bärenjägers''

Beitragvon Shatterhand24 » 11 Sep 2018 14:27

Winnetoukarlmay2016 hat geschrieben:Es könnte auch so sein:

Wokadeh ist der letzte der Mandan, die ausgestorben sein sollen bis und von einer Krankheit des Weissen Mannes vernichtet wurden. Doch was er nicht weiss dass sich die letzten Überlebenden in eine geheimnisvolle Stadt retten konnten und mit Hilfe eines Schamanen und dessen Heilzauber über lebt haben. Als Wokadeh davon hört, macht er sich auf die Suche nach den letzten seiner Stammesbrüder.


Also, dass das verschwundene Volk, die Mandan sind, kann ich mir schon gut vorstellen. Generell bin ich immer wieder überrascht, wie Stamp es hinbekommt, eine Story die nicht allzu viel frisches für eine neue Inszenierung bietet doch noch neue Facetten zu geben. Am meisten ist mir das bei Habblut 2010 aufgefallen. Wo er aus der eher unscheinbaren Figur des Ingenieur Leverets einen weißen Hauptbösewicht gemacht hat und die Geschichte um den Schwarzen Mustang neben her erzählt hat. Mir persönlich hat das sehr gut gefallen, da ich das Buch Habblut leider, eher weniger intetssant finde. Gleiches gilt für der Sohn des Bärenjägers. Den ich bin kein Fan von nur Roten Gegenspielern. Vorallem wie Stamp es bei seiner 2004er Inszenierung von der Sohn des Bärenjägers gelöst hat, fand ich mehr als unpassend. Es wurde offensichtlich gezeigt das die Indianer wieder im Unrecht sind und das die weißen Soldaten gemordet haben. Und dennoch waren die Sioux-Ogellallah dann die bösen. Klar es zeigt auch das Winnetou und Old Shatterhand nicht schaffen jeden zu bekehren, aber ich fand es dennoch blöd. Deshalb habe ich gehoft, dass Stamp dem schweren Mokassin nächstes Jahr einen weißen an die Seite stellt, der der Oberböse ist und dann am Ende evtl beide sterben. Dennoch macht die neue Geschichte Lust auf mehr. Vorallem wird es spannend wer der neue Winnetou wird und wie Stamp das Textbuch jetzt noch umschreibt um ihn besser einzubringen. Mein Favorit in der Rolle ist Jan Hartmann.

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Re: Bad Segeberg 2019: ''Unter Geiern - Der Sohn des Bärenjägers''

Beitragvon Al-No » 11 Sep 2018 16:17

Die Figur Leveret war dann ja eher ein neuer Charakter und seine Pläne diffus, aber grundsätzlich fand ich die Idee 2010 nicht schlecht. Naujoks gab einen andersartigen Bösewicht als den typischen Bandenführer. Entäuschend fand ich auf der anderen Seite, dass das Halbblut dann doch wieder der Mr.Nice Guy sein musste.

Eben diese Anlegung von 2004 hat mir gefallen: Man konnte die Wut der Ogellallahs nachvollziehen, aber sie bzw. ihr Häuptling wurden und blieben dann Bösewichter. Es gab keine Bekehrung (des Häuptlings, allerdings von Peshewa), keine Verführung durch einen weißen Schurken. Ich wünsche mir immer noch, mal ein Halbblut Ik Senanda zu sehen, der aus Hass und Gier handelt, wenn auch vielleicht vorher wankt und hadert, um es spanndender zu machen. Den "Schweren Mokassin" würd ich nächstes Jahr definitiv gerne als Hauptbösewicht sehen. Vielleicht kann man Brake/Walker in einer Nebenrolle als Bushwrecker, Diamantensucher oder betrügerischer Händler einbauen, der gegenüber den Ogellallahs übergriffig wird und dann mit zum Schlammvulkan geschleift wird. Vielleicht hatte er sogar einst den Mandan die Seuche (Pocken?) gebracht und wird dann am Ende von Wokadeh gestellt, während Martin "Schwerer Mokassin" gegenübersteht?

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Re: Bad Segeberg 2019: ''Unter Geiern - Der Sohn des Bärenjägers''

Beitragvon Winnetoukarlmay2016 » 17 Sep 2018 21:00

Ich habe mir mal ein paar Gedanken zu einer möglichen Geschichte gemacht sowie den vorkommenden Rollen und Spielorten gemacht: Hier ist mein Vorschlag:

Unter Geiern – Der Sohn des Bärenjägers

Im Jahre 1874 wird in den Black Hills, den heiligen Bergen der Lakota-Indianer, viel Gold gefunden und viele Glücksritter, Goldsucher und Soldaten kommen in das Land des roten Mannes. Die Sioux, die zwischenzeitlich in Reservaten leben, verlassen ihre Reservationen und schließen sich den Führern Sitting Bull und Crazy Horse in einem großem Kampf um ihr Land an. Am 25. Juni 1876 besiegen sie die US-Armee unter General Custer am Little Big Horn. Nach dem Sieg schwören sich die Häuptlinge der Sioux, aller Weißen aus ihren angestammten Jagdgründen zu vertreiben.

Ausgerechnet Old Shatterhand wird das erste Opfer ihrer furchtbaren Rache. Auf dem Weg zum Land der Geister, wo er mit Winnetou verabredet ist, wird er im Yellowstone-Gebiet von den Sioux-Ogellallah überfallen und muss einen Zweikampf mit ihrem Häuptling Böses Feuer bestehen. Der Westmann tötet den Häuptling im Zweikampf. Die Sioux-Ogellallah schwören Rache und ihr neuer Häuptling wird der Schwere Mokassin. Jeder, der ihm in die Hände fällt, soll am Höllenmaul, einem gewaltigem Krater, einen Opfertod erleiden. Das erste Opfer soll der Bärenjäger Baumann sein, der auf ihrem Land lebt. Eine heikle Situation, denn auch die Schoschonen befinden sich auf dem Kriegszug, da diesem von einem skrupellosen Agenten namens Samuel Brake betrogen worden sind. Dieser hatte den Schoschonen Lebensmittel versprochen und die Indianer dafür ihr Land an die Weißen abgetreten. Die Schoschonen treffen sich zu einem Powwow mit den Sioux, um sich mit ihnen zu verbünden. Unterdessen versucht Wokadeh, der letzte der Mandan, den Bärenjäger vor dem Überfall der Sioux-Ogellallah zu warnen, doch dieser fällt jedoch in die Hände der Indianer. Die Sioux ziehen mit ihren Gefangenen hinauf zum Höllenmaul. Derweil treibt eine Bande skrupellose Geschäftemacher ihr Unwesen. Ihr Anführer ist Samuel Brake, der mit dem Schweren Mokassin sich verbündet und diesem Gewehre und Kanonen liefert, um die Sioux im Kampf gegen die Weißen zu unterstützen. Blake ist allerdings hinter den geheimnisvollen Stadt hinterher, in der einer Legende nach viele Reichtümer verborgen sein sollen. Winnetou und Old Shatterhand treffen derweil auf Martin Baumann, den Sohn des Bärenjägers. Gemeinsam brechen sie auf, den alten Bärenjäger zu retten. Der Weg dorthin führt durch das Land der Schoschonen. Diesen ist es gelungen, die Westmänner Dicker Jemmy, Langer Davy und Hobble-Frank in ihre Gewalt zu bringen und sie sollen am Marterpfahl sterben. Winnetou und Old Shatterhand schleichen sich in das Lager der Schoschonen und besiegen ihren Häuptling Tokvi-Tey, den Schwarzen Hirsch im Zweikampf. Martin Baumann verliebt sich derweil in die schöne Wild-West-Reporterin Mary-Lou Carson, die einen hochspannenden Artikel über den Wilden Westen verfassen will, der zwei tatkräftige Westmänner als Schutz beigeben wurden: Der Dicke Jemmy und der Lange Davy. Weitere Verbündete in ihrem Kampf finden Winnetou und Old Shatterhand in Pashewa, die Dunkle Schlange, die Schwester des Sioux-Häuptlings Schwerer Mokassin und in dem geheimnisvollen Reiter Der Tapfere, der seine Medizin sucht, ein alter Medizinamm der Upsarokas.

Am Höllenmaul, wo auch die geheimnisvolle Stadt hinter den Wolken liegt, kommt es zu einem furiosen Finale. Der Schwere Mokassin und sein Handlaner Braker sterben in einem Schlammvulkan. Auch Tokvi-Tey fällt im Kampf. Der Bärenjäger kann befreit werden und der Tapfere, der seine Medizin sucht erhält seine zerstörte Ehre wieder. Und was keiner ahnt: Wokadeh findet doch einige wenige Überlende seine Stammes sowie seinen totgeglaubten Onkel Mah-to-toh-pah, die mit Hilfe eines Schamanen in der geheimnisvollen Stadt überlebt haben und Martin macht Mary-Lou einen Heiratsantrag. Sie wollen sich auf Baumanns Farm niederlassen.

Winnetou und Old Shatterhand reiten weiter – neuen Abenteuern entgegen.


Rollen:

Winnetou, Häuptling der Apachen
Old Shatterhand
Bärenjäger Baumann
Martin Baumann
Schwerer Mokassin, Häuptling der Sioux-Ogellallah
Samuel Brake, skrupelloser Agent und Mann für indianische Angelegenheiten
Wokadeh, ein Mandan-Krieger
Dicker Jemmy, Westmann
Langer Davy, Westmann
Hobble-Frank, Westmann
Böses Feuer / Walker, rechte Hand von Brake (Doppelrolle)
Tokvi-tey, der Schwarze Hirsch (Häuptling der Schoschonen) / Mah-to-toh-pah
Pashewa, die Dunkle Schlange (Schwester von Schwerer Mokassin
Mary-Lou Carson, Wild-West-Reporterin
Der Tapfere, der seine Medizin sucht


Spieltorte
Baumanns Farm
Lager der Schoschonen
Höllenmaul mit Krater und geheimnisvoller Stadt

Julhecht
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Re: Bad Segeberg 2019: ''Unter Geiern - Der Sohn des Bärenjägers''

Beitragvon Julhecht » 17 Sep 2018 22:31

Schon mal nicht schlecht meiner Meinung nach nur zu viel Inhalt. Deine Geschichte ist glaube ich für 2 Stunden sehr komplex. Aber echt guter Vorschlag

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Re: Bad Segeberg 2019: ''Unter Geiern - Der Sohn des Bärenjägers''

Beitragvon allwanderer » 22 Sep 2018 11:53

Ich finde den Vorschlag sehr komplex, aber mir gefällt er. Er ist zwar wenig "karl-may-like", aber echt interessante Geschichte.

Winnetoukarlmay2016
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Re: Bad Segeberg 2019: ''Unter Geiern - Der Sohn des Bärenjägers''

Beitragvon Winnetoukarlmay2016 » 27 Sep 2018 21:11

Der neue Vorabflyer zur Saison 2019 ist da. Er ist auf der Homepage der Karl-May-Spiele zu finden.

Al-No
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Re: Bad Segeberg 2019: ''Unter Geiern - Der Sohn des Bärenjägers''

Beitragvon Al-No » 14 Okt 2018 12:26

Julhecht hat geschrieben:Schon mal nicht schlecht meiner Meinung nach nur zu viel Inhalt. Deine Geschichte ist glaube ich für 2 Stunden sehr komplex. Aber echt guter Vorschlag

Ja, komplex - für Bad Segeberg wahrscheinlich etwas zu komplex. Andererseits: Mit dieser mystischen Stadt bauen sie die Handlung ja selbst aus. Der Vorschlag von Winnetoukarlmay2016 erinnert mich an die etwas verwobeneren Erzählungen von May mit einer großen Personenzahl und mehreren Handlungssträngen. Interessant fände ich eine solche Variante schon. Die Anknüpfung an die Historie um die Black Hills und Little Big Horn finde ich eine gute Idee.

Im Grunde sehe ich "Der Sohn des Bärenjägers" als eine Geschichte um eine Entführung und die Ängste von zwei traumatisierten Angehörigen, dazu Folter und drohenden Foltertod und das immer weitere Vordringen in eine zivilisationsferne Gegend, in eine zunehmend urtümlichere Wildnis. Reizvoll fände ich es, einmal die psychologische Seite von Vater und Sohn Baumann näher zu beleuchten. Patrick Bach durfte als Martin ja 2004 vom gräßlichen Tod seiner Mutter und Schwester berichten. Seinem Vater, der ja im Roman kaum charakterisiert wird, könnte man eine Selbstbetrachtung auch zugestehen.
Beispielsweise könnte nicht sein Sohn, sondern er ein Loveinterest in der Siedlung der Weißen haben, die es ja bestimmt wieder geben wird. Hier könnte zum Beispel eine verwitwete Gewerbetreibende leben, die ihn mag, aber er tut sich mit emotionaler Öffnung schwer, fühlt sich seiner toten Frau verpflichtet und ist in seinem Hass auf Bären und seiner bußeartigen Abkapselung gefangen. Die Entführung zum Höllenmaul, die knappe Errettung und das Wagnis seines Sohnes und seiner Freunde könnten seinen Kokon durchbrechen lassen.
Die Liebesgeschichte wäre dann mal zwischen zwei etwas reiferen Protagonisten. Die Frau aus der Stadt könnte an die Stelle von Massa Bob treten und mit den anderen den Ogellallahs folgen.

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