KARL MAY & Co. Nr. 132

Rüdiger
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Re: KARL MAY & Co. Nr. 132

Beitragvon Rüdiger » 27 Mai 2013 19:14

Beachtenswert die Wünsche nach Reformen im Artikel von Hermesmeier / Schmatz zum KMV, sowie einige gelungene launige Formulierungen dort. Auch an kritischen Anmerkungen mangelt es nicht.

Hermesmeier

Re: KARL MAY & Co. Nr. 132

Beitragvon Hermesmeier » 27 Mai 2013 19:58

Schön, dass es jemand gelesen hat ;-)

JennyFlorstedt
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Re: KARL MAY & Co. Nr. 132

Beitragvon JennyFlorstedt » 27 Mai 2013 21:23

Ich hab den Beitrag auch gelesen.
"Launig" war nicht meine Einschätzung. Mein erster Eindruck war "Das ist aber unnötig schnoddrig" und die Eindrücke danach waren schon negativer.
Ich steh wirklich nicht auf die typischen Festschriftartikel, wo immer alles toll ist und keine Kritik geäußert werden darf; aber ich fand den Tonfall teilweise unangemessen, die Kritik in manchen Punkten unangenehm überheblich/besserwisserisch und einige Spitzen wirklich daneben. (Bei dem Bismarck-Zitat habt ihr euch bestimmt prima amüsiert - ich finde es in diesem Zusammenhang indiskutabel und unter der Gürtellinie! Und ich versteh ehrlich gesagt nicht, dass das offenkundig ungebremst bis in das Heft gekommen ist.)

Und um auch mal ein bekanntes Zitat abzuwandeln: Wenn die eigenen Autoren sowas schreiben, dann braucht der Verlag keine Gegner mehr.

Der Rest vom Heft ist eine schöne Mischung mit vielen interessanten Themen. Macht Spaß.

Hermesmeier

Re: KARL MAY & Co. Nr. 132

Beitragvon Hermesmeier » 27 Mai 2013 22:48

Mindestens eine Prämisse ist bei Deiner Wertung zwar falsch und es mögen Deine Vorstellungen darüber, in welcher Laune wir unsere Artikel (oder einzelne Passagen daraus) verfassen, mehr über Dich verraten als über uns, aber selbstverständlich musst Du unseren Beitrag nicht mögen und Deine Meinung sei Dir unbenommen. Eine konstruktive Kontroverse ist allemal fruchtbarer als salbungsvolles Schweigen.

Bedenklich finde ich allerdings die Forderung nach redaktionellen Eingriffen in unsere Texte, womit Du letztlich nach Zensur rufst, die aus Texten entfernt, was Dir nicht gefällt. Bislang kannte ich solche Äußerungen nur von unserem eiferndsten Gegner in den KMG-Nachrichten.

JennyFlorstedt
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Re: KARL MAY & Co. Nr. 132

Beitragvon JennyFlorstedt » 27 Mai 2013 23:10

Um Himmels Willen, es ging mir nicht um Zensur, sondern darum, dass man als Redakteur seinen Autoren natürlich auch einen Tipp geben kann, was geht und was nicht geht, und mit ihnen gemeinsam eine Lösung findet, wenn einige Formulierungen unangemessen sind.
Das Magazin ist doch aus dem Stadium "Wir drucken, was wir kriegen" inzwischen längst raus und es gibt eine ehrliche und ernstgemeinte Redaktion. (Zumindest werden meine gelegentlichen Beiträge redaktionell betreut und ich hab die Herren Dernen & Finke da bisher auch sehr diplomatisch erlebt...) Daher wunderte ich mich, dass sie daran nichts auszusetzen fanden.
Aber vielleicht ist das ja schon die redaktionell besänftigtere Variante. Kann auch sein.

Jenny

Hermesmeier

Re: KARL MAY & Co. Nr. 132

Beitragvon Hermesmeier » 27 Mai 2013 23:34

Über die von Dir inkriminierte Stelle gab es keinerlei Diskussion mit der Redaktion, wenn das Deine Frage beantwortet.

JennyFlorstedt
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Re: KARL MAY & Co. Nr. 132

Beitragvon JennyFlorstedt » 28 Mai 2013 23:20

Tut es. Danke.

Ansonsten als angerissene Heftkritik:
KMV-Artikel von Jens & Rolf: interessant und toll bebildert. (Die Mumie!!)
Das Interview mit BS: vermutlich fernmündlich geführt, denn es gab leider keine Nachfragen. Ansonsten ist es schon special interest. (Und ob die KMVV nun 1973 oder 1977/78 gegründet würde, kriegt man ja sicher noch raus. ;))

Die Wünsche an den KMV waren teilweise recht putzig. (Wolfgang Hermesmeier wünscht sich mehr Material und Stefan Schmatz mehr Fairness - und die unmittelbar folgenden Seiten weiter tun sie alles, um die Zusammenarbeit mit ihrem Hausverlag tunlichst zu strapazieren. Aber das Thema hatten wir ja bereits.)

Beitrag über die Deckelbilder: Ich brauch mehr Bilder dafür. :) Der Text ist leider nur fassbar, wenn man die erwähnten Ausgaben zusammensucht, was ja glücklicherweise online möglich ist. Ansonsten über weite Strecken reines Trockenschwimmen, was schade ist.
Rezensionen zu Büchern und DVDs: sehr informativ. Danke dafür.
Festspielbeiträge: ich mag die Artikel über längst vergangene Festspiele mehr als die über aktuelle. Es ist vermutlich erst die zeitliche Distanz, die ein Einordnen in ein größeres Gefüge ermöglicht und das Thema für mich interessant macht. Jedenfalls hab ich den Beitrag zu den Festspielen allgemein noch nicht gelesen und den Drehortartikel auch nicht. Mach ich aber noch.

"Barnets Raab" mag ich. Ich finde die Geschichte von entdeckten Übersetzungen spannend und meistens auch schön aufbereitet. Den zwischen den Zeilen durchschimmernden Entdeckerstolz kann ich voll würdigen.

Die Texte zu Irms Pauli hab ich gelesen, obwohl es nun gar nicht mein Thema ist. Beide Artikel sind fluffig geschrieben, überschneiden sich aber teilweise. Ist aber nicht schlimm und ein interessantes Stück Rezeptionsgeschichte.

Das Interview mit Gojko Mitic wirkt ein bissel sehr PR-mäßig; da wird von ihm das freundliche Standardprogramm abgespult. Ist okay, aber nichts besonderes.

Und die Kolumne am Ende ist immernoch einfach klasse. Und das Cover eine Wucht. Ich hoffe, es wirkt auch im Freiverkauf. :)

Helmut
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Re: KARL MAY & Co. Nr. 132

Beitragvon Helmut » 29 Mai 2013 11:12

Ich hingegen, fand es regelrecht "wohltuend", dass neben den vielen Artikeln mit "Lobeshymnen", die man derzeit auch schon gelesen hat und von denen es vermutlich auch noch viele zu lesen geben wird, ein Artikel mit (durchaus konstruktiver) Kritik zu lesen war, auch wenn ich nicht unbedingt mit allen Kritikpunkten einverstanden bin.
Und gerade auch "Freunde" müssen und sollten es sich eigentlich wünschen, dass Kritik offen geäußert wird.

Helmut

JennyFlorstedt
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Re: KARL MAY & Co. Nr. 132

Beitragvon JennyFlorstedt » 29 Mai 2013 14:06

Hmmm... Ich dachte, ich hätte deutlich gemacht, dass es mir nicht um die geäußerte Kritik ging, sondern um den Tonfall, in dem das getan wurde.
Aber wenn du den Artikel wohltuend und konstruktiv fandest, sei wiederum dir das unbenommen. Ich empfand anders.

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Re: KARL MAY & Co. Nr. 132

Beitragvon andrea » 09 Jun 2013 19:32

Danke, das Heft war wieder ganz wunderbar! Sehr viel Informatives über den KMV, dem ich zum Jubiläum ganz herzlich gratuliere. Er begleitet mich immerhin schon 40 Jahre, länger begleitet mich nur meine Mutter. - Der Bericht von Hermesmeier/Schmatz war nach meinem Dafürhalten direkt und kritisch, aber nicht überzogen, auch im Hinblick auf den Tonfall, denn der Ton macht die Musik. Nach der von Jenny geäußerten Kritik habe ich den Artikel einem "Außenstehenden" zu lesen gegeben, um die Außenwirkung festzustellen, da ich ja betriebsblind hätte sein können. Seine Auffassung entsprach aber durchaus der meinigen. Da kann ich nichts anderes vermelden. Allerdings hat ja jeder ein anderes Empfinden.
Insgesamt ist das Special aber auch optisch ein solcher Leckerbissen, an dem man sich kaum satt sehen kann. Einige Bilder würde ich mir zu gerne einrahmen und aufhängen. Heute habe ich bereits ein zweites Heft bestellt, damit ich das Cover angemessen einrahmen lassen kann. Sagte ich ja schon, dass ich das Cover für das schönste Cover ever halte. Aber auch die Heftrückseite ist gelungen schön. - Hat bereits jemand die Ausstellung besucht?

Ich bin jetzt nicht so ein Drehorte-suchen-Fan, lese aber auch diese Beiträge und finde es faszinierend, wie akribisch da nach Szeneorten gesucht wird. Da war diesmal der Knaller eindeutig das Bild/die Bilder mit young Götz George. Was für ein Hinguckerchen!

Barnets Raab - hochinteressant. Es gibt doch immer wieder was zu entdecken. Mögen noch viele solcher Aha-Erlebnisse stattfinden.

Kalkberg-Geschichten und Bilder, ebenfalls sehr interessant. Gleiches gilt für die Buchbesprechungen. Kann ja durchaus eine Entscheidungshilfe sein für die nächste Buchbestellung.

Informatives auch über das Film-Kostüm. Jenny hat recht, die Inhalte der beiden Berichte überschneiden sich teilweise. Ich finde es ein bisschen schade, dass bei den diversen KM-Spielen meistens eine Kopie dieses Kostüms getragen wird und es nicht mal eine Alternative gibt. Oder hat man Angst, die Zuschauer könnten Winnetou dann nicht erkennen?

Die Kolumne war wieder richtig klasse. Ich habe laut lachen müssen.

Liebe KM&Co, so dürft ihr mich auch weiterhin in meinem Leben begleiten - und das jetzt ja auch schon immerhin im 15. Jahr (seit November 1998), was damit auch schon ein kleines Jubiläum ist.

andrea

Rene Grießbach
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Re: KARL MAY & Co. Nr. 132

Beitragvon Rene Grießbach » 09 Jun 2013 20:46

andrea hat geschrieben:auch die Heftrückseite ist gelungen schön. - Hat bereits jemand die Ausstellung besucht?


Die Ausstellung hab ich mir angeschaut - wenn Du die Möglichkeit dazu hast, würde ich einfach mal sagen: unbedingt hingehen. Leider liegt es mir persönlich überhaupt nicht, über eine Ausstellung einen wirklich guten Bericht zu schreiben, deshalb muss ichs bei der allgemeinen Empfehlung belassen.

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