Bad Segeberg 2018: "Die Felsenburg"

Al-No
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Re: Bad Segeberg 2018: "Die Felsenburg"

Beitragvon Al-No » 27 Dez 2017 13:19

So, ich war irgendwie nie zum weiteren Antworten gekommen...

Rüdiger hat geschrieben:Vor allem: Konzentrierte, präsente, gute Darsteller hätte ich gern, denen man anmerkt, daß sie ganz in der Rolle sind, und nicht welche, denen man anmerkt, daß sie halt ihr Zeugs abspulen und in der Nachmittagsvorstellung sich (innerlich !) nicht allzusehr verausgaben weil sie am Abend nochmal spielen müssen und dann eh noch ein paar Dutzend Mal in den nächsten Wochen ...


Sind dir da welche besonders aufgefallen?

Rüdiger hat geschrieben:Rühmliche Ausnahme übrigens ausgerechnet jener Koch-Kasper ... Ich habe zwar über das, was er gemacht hat, nicht einmal auch nur ansatzweise eine Mine verziehen können und fand das einfach alles nur saublöd und dumm, aber ich habe gemerkt, daß er im Gegensatz zu vielen anderen voll und ganz bei der Sache war, in der Rolle, präsent, konzentriert, mit vollem Einsatz ... Das hat mir gefallen. (und für die Rolle, die Regie und das Textbuch kann er ja nichts ... das haben andere verbrochen ...)


Ja, da weiß ich, was du meinst: Patrick L. Schmitz ist mir rein darstellerisch sehr positiv aufgefallen. Ich hoffe, dass er wiederkehrt. Auch Schröder & Wulff, die ich 2013 gesehen habe, möchte ich nicht als schlechte Darsteller bezeichnen.

Rüdiger hat geschrieben:Muß nicht, aber kann.

In Worms ist das inszenatorische / darstellerische Niveau einfach wesentlich höher als in Bad Segeberg, ob modern oder eher konventionell inszeniert.


Prinzipiell habe ich auch gegen eine neuzeitliche Interpretation von alten Stoffen nichts, sei es jetzt von einer zeitlichen Verlegung der Geschichte her oder von einem modernen Setting. Mir gefiel um die Jahrtausendwende die Verfilumg von "Romeo und Julia" mit Leonardo DiCaprio gut und vor einigen Jahren eine im ganz klassizistischen Gewand gehaltene Freilichtdarbietung von "Maß für Maß". Bei "klassischen" Stoffen bin ich allerdings nicht bewandert und würde erst einmal ein "klassisches" Setting bevorzugen. So hat es mich dann trotz Neugierde dann doch davon abgehalten, in Frankfurt in "Macbeth" oder in Worms in die "Nibelungen" zu gehen.
Ich hatte bisher, wenn ich mal danach recherchierte oder einen Beitrag im Fernsehen erwischte, den Eindruck, als ob in Worms immer in einem surrealistischen, Objekte aus der Neuzeit verwendenden Stil inszeniert wird.
Parodien oder Hommages an Karl May gibt es ja an Theatern immer mal wieder, so dass ich so etwas wie in Worms nicht so gerne in Bad Segeberg hätte. Ja, nicht dass da noch plötzlich Totenkopffelsen augklappen oder ein Auto herein fährt.... ;/

Tja, da wäre noch die Frage, ob nicht der Stoff in Worms schon wesentlich anspruchsvoller ist...

Rüdiger
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Re: Bad Segeberg 2018: "Die Felsenburg"

Beitragvon Rüdiger » 28 Dez 2017 10:56

Al-No hat geschrieben:Sind dir da welche besonders aufgefallen?

Nö. Galt fast generell ...

Al-No hat geschrieben:da wäre noch die Frage, ob nicht der Stoff in Worms schon wesentlich anspruchsvoller ist...

Eigentlich nicht ... Karl May ist ursprünglich nicht anspruchsloser. Aber was Bad Segeberg daraus macht, halt schon ...

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